QuantifyMe3D

 

|  September 2016 BallhausOst |

 

Bühne

eine Produktion von virtuellestheater|berlin

Um im Strudel von Big Data nicht verloren zu gehen, muss man selber zu einer Datensammlung werden. Nach dem „Ende der großen Erzählungen“ kommt jetzt also die Zeit des großen Zählens. Werden wir anhand objektiver Fakten bald wieder wissen, wer wir sind?

To keep from getting lost in the vortex of big data, you yourself must become a collection of data. After the era of grand narratives comes the era of grand enumeration. Will objective facts help us to once again know where we reside?

„Wir haben neue technische Möglichkeiten, etwas über uns herauszufinden, und wir haben eine Reihe von Motivationen, es zu tun. Dass sich die Selbstvermessung unter diesen Umständen nicht auf breiter Front durchsetzen wird, ist unwahrscheinlich. Sie als privaten Trendunfug oder Folge von Hypochondrie und Narzissmus zu deuten, ist so sinnvoll, wie beim Stadtfuchs nach der individuellen psychischen Störung zu fahnden, die ihn aus dem schönen grünen Wald gelockt hat.“ (Kathrin Passig)

In den unendlichen Möglichkeiten der Gegenwart erscheint uns „Self Knowledge through Numbers“, so der Untertitel der 2007 gegründeten Website quantifiedself.com, wie eine lang gesuchte Orientierungshilfe. Denn angesichts des zunehmenden Wissens darüber, dass nicht nur die Welt selbst, sondern auch die eigene Wahrnehmung und Erinnerung in irrationalen und unzuverlässigen Bahnen verläuft, wächst der Wunsch nach Rationalisierung, Selbstdisziplinierung und -optimierung. Kontingenzbewältigung als Selbsterhalt: Hier hilft das Quantifying bei der Ich-Konstruktion.

virtuellestheater erarbeiten offene Performance-Installationen, in denen der Status Quo unserer Gegenwart im Zentrum steht. Nichtlineare Erzählformen, digitale Medien und Technik ermöglichen neue Blickwickel auf Bekanntes und schaffen subversive hierarchiefreie Denk- und Möglichkeitsräume.

​IN DEUTSCHER UND ENGLISCHER SPRACHE / PERFORMANCE IN GERMAN AND ENGLISH
 

Performance

ALINA WEBER / AVIRAN „SHOKO“ EDRI / LAURA SCHULLER / LISA HEINRICI

Special Appearance

HANNAH MÜLLER

Idee / Konzept

ALINA WEBER / MAX GADOW / SVEN BJÖRN POPP

Regie

MAX GADOW

Dramaturgie

SVEN BJÖRN POPP

Bühne

JANNE NORA KUMMER

Mitarbeit Bühne

EMILIA DE FRIES / JOHANNES AUE

Video

ADRIAN GANEA

Mitarbeit

Video VLAD ANGHEL

Sound

BENEDIKT ELLEBRECHT

Kostüme

LISA HEINRICI

Produktionsleitung

LEA CONNERT

EINE PRODUKTION VON VIRTUELLESTHEATER | BERLIN (2K16) IN KOOPERATION MIT DEM BALLHAUS OST